WIE ENTSTEHT EIN PRoDUKT ?

Wie wird ein Produkt eigentlich entwickelt? Wie sieht dieser Prozess aus?

Am 02., 03., 16. und 17. Juni haben wir an einer Sekundarschule im Landkreis Stendal einen Workshop zum Thema „Produktentwicklung“ durchgeführt. Die Teilnehmenden unseres 3-stündigen Workshops waren die Schüler und Schülerinnen der Klassen 5 und 6. 

Hierbei haben die Teilnehmenden nicht nur gelernt, was eine Produktentwicklung ist, sondern durften sich auch praktisch damit auseinandersetzen, und aus einer Idee ein echtes Produkt entsteht. 

WAS IST PRODUKTENTWICKLUNG ?

Diese Frage haben wir am Anfang schnell geklärt.

Produktentwicklung ist die Erschaffung und Einführung von Produkten, die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen.

Der Prozess umfasst Phasen wie: Ideenfindung, Recherche, Konzeptentwicklung, Produktdesign, Prototypbau, Test und Verbesserung sowie die Produktion- und Markteinführung. 

Am Anfang unseres Workshops haben wir den Teilnehmenden die Grundlagen der Produktentwicklung näher gebracht. Hierbei ging es darum zu verstehen, was Produktentwicklung ist und warum dieser Prozess eine wichtige Rolle in einem Unternehmen spielt. Bevor ein Produkt entwickelt werden kann, haben wir uns den Prozess des Design Thinking angeschaut. Um das Thema greifbarer zu machen, haben wir gemeinsam ein einfaches Beispiel betrachtet: eine Klobürste. Zunächst schmunzelten alle, aber als es dann hieß, dass die Bürste einmal rumgeht und sich jeder überlegen sollte, wie man dieses Produkt verbessern, erweitern oder verändern könnte, sah man viele nachdenkliche Gesichter. Nach und nach kamen viele kreative Ideen zusammen und Teilnehmenden merkten, dass Produktentwicklung überall zu finden ist, selbst beim absurdesten Gegenstand. 

Anschließend wurde die Schüler und Schülerinnen in 3er und 4er Teams geteilt und durften jeweils eine Themenkarte ziehen. Auf der Karte stand eine bestimmte Umgebung (beispielsweise: Küche) und eine dazu passende Aufgabe oder Funktion, die das Produkt haben muss (bsp: „ein Produkt, dass beim Kochen, Sortieren oder Putzen hilft“). Die Herausforderung bestand also daraus, ein neues Produkt zu entwickeln, das an diesem Ort einen praktischen Nutzen erfüllt. 

Um ihre Ideen und Informationen zum Produkt festhalten zu können, erhielten die Teams ein Arbeitsblatt. Darauf schrieben sie unter anderem ihren Teamnamen, den Produktnamen, besondere Funktionen, die Zielgruppe, ein möglicher Verkaufspreis sowie eine Skizze des Designs. Hierbei hatten die Schüler und Schülerinnen viel Zeit, ihre Ideen zu besprechen und auszuarbeiten. Währenddessen standen wir ihnen unterstützend zur Seite und halfen dabei, ihre Konzepte möglichst realistisch zu halten. Trotzdem war es beeindruckend zu sehen, wie kreativ die einzelnen Gruppen an die Aufgabe herangingen und welche spannenden Innovationen entstanden.  

Jetzt der spaßige Part

Nachdem die Köpfe gekocht haben und die Konzepte ausgearbeitet waren, ging es endlich an die praktische Umsetzung. Nun durfte endlich mit LEGO gebaut werden, was die Teilnehmenden schon die ganze Zeit angelächelt hat. Aus den LEGO-Steinen sollte sie ihre Produktideen als Prototypen nachbauen und so ihre Entwürfe in die Realität übertragen. 

Dieser Teil des Workshops kam besonders gut an, denn sie konnten ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Währenddessen durften sie auch parallel miterleben, wie aus einer Idee schrittweise ein greifbares Produkt entsteht. Das Produkt wurde nicht nur gebaut, sondern auch im Prozess verbessert, wenn die Teilnehmenden merkten, wenn etwas nicht klappte. 

So funktioniert Produktentwicklung: bauen – verbessern – testen – wiederholen

Zum Abschluss präsentierten die einzelnen Gruppen ihre Ergebnisse vor der Klasse. Dabei stellten sie ihre Produkte vor, erklärten deren Nutzen und zeigten, warum ihre Idee und Konzept besonders gut ist. Ganz so ähnlich läuft es bei der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ ab. Denn wer ein Produkt entwickelt, muss auch überzeugen können, warum es gekauft werden soll. 

Der Workshop sorgte für viele interessante und unterhaltsame Momente. Besonders schön war zu beobachten, wie sich die Stimmung im Laufe des Workshops entwickelte. Am Anfang herrschte noch viel Unruhe und Verwirrung, aber mit zunehmender Dauer wurden die Teilnehmenden immer konzentrierter und am Ende konnte man deutlich merken, wie viel Freude einigen die kreative Arbeit gemacht hatte.

DIE ERGEBNISSE

Hier siehst du noch einige Ergebnisse von vielen tollen Produkten:

Klasse: 6
Thema: Badezimmer
Produkt: Automatischer Zahnpastaspender, der per Sensor Zahnpasta auf die Zahnbürste gibt.

 

Klasse: 6
Thema: Schule
Produkt: Snackautomat mit kleiner Cafeteria für den Schulhof als Treffpunkt und Versorgungsangebot in den Pausen.

Klasse: 6
Thema: Bus und Bahn
Produkt: Automatischer Mobilitätssitz, der Menschen mit Beeinträchtigung oder ältere Personen sicher zum richtigen Gleis bringt.

Klasse: 6
Thema: Pausenhof
Produkt: Große, weiche Modulbausteine für den Pausenhof, die wie Lego flexibel zusammengesetzt und immer wieder neu gebaut werden können.

Klasse: 5
Thema: Schutz der Wildtiere
Produkt: Leuchtender Schutzwall an Straßen, der sich tagsüber durch Sonnenlicht auflädt und nachts Wildtiere sowie Verkehrsteilnehmende warnt.

Klasse: 5
Thema: Fahrrad
Produkt: Fahrradhelm mit Sicherheits-Propeller für sanftere Stürze und integriertem Radio, das Musik hörbar macht, ohne den Verkehr zu überdecken.

Klasse: 5
Thema: Dorf
Produkt: Interaktiver Mülleimer mit Mini-Spielkonsole, die erst durch eingeworfenen Müll aktiviert wird und so spielerisch zu mehr Sauberkeit im Dorf motiviert.

Klasse: 5
Thema: Roboter
Produkt: Mobiler Begleitroboter, der Personen folgt und Getränke sicher transportiert sowie kühl hält.

Warum ist DIESES ANGEBOT EIGENTLICH SO WICHTIG ?

Dieser Workshop ist wichtig, weil …

  • dieser ihnen einen praxisnahen Zugang zu Themen aus den MINT-Bereichen ermöglichen
  • komplexe Themen werden verständlich und spielerisch vermittelt
  • Lernen,  durch Ausprobieren und eigenes Erleben nachhaltiger und motivierender ist, als durch reine Theorie
  • Kreativität und Innovationsfähigkeit gefördert werden, indem Produktideen entwickelt werden
  • Teamarbeit, Kommunikation und Zusammenarbeit gestärkt werde
  • sie lernen wie aus einer einfachen Idee ein konkretes Produkt entstehen kann
  • wichtigste Zukunftskompetenzen wie kritisches Denken, Problemlösungskompetenz und kreatives Arbeiten gefördert werden
  • Selbstvertrauen aufgebaut wird, indem sie ihre Ideen präsentieren und vertreten

Seid ganz gespannt auf unsere nächsten Angebote, wenn es wieder heißt: „Entdecken, ausprobieren und kreativ werden bei W:INT“!

Danke fürs Lesen und bis bald! 

Euer W:INT-Team

P.S.: Du bist neugierig und interessierst dich für unsere Angebote? Dann schreibe uns doch gerne eine Nachricht.