Aus Holz wird Kunst

Am 19. August haben wir eine Grundschule im Landkreis Altmark besucht. An diesem Tag veranstaltete diese Schule Projekttage zu den verschiedensten Themen. 8 Schüler und Schülerinnen der Klasse 1 bis 3 haben sich für unseren Workshop entschieden – der „Holz-Workshop“

Aber warum ausgerechnet Holz? Was macht dieses Material so spannend, dass es einen ganzen Workshop wert ist?

Zum Beginn ....

Ein Tag bevor unser Workshop begann, waren die 8 Teilnehmer:innen in einer Tischlerei. Sie klärten uns darüber auf, was sie erlebt haben und wie aus einem Stück Holz ein fertiges Produkt entsteht. Ihnen wurde ein Einblick in Holzverarbeitung gewährt und welche verschiedenen Maschinen und Werkzeuge genutzt werden. Sie haben auch viel über die verschiedenen Holzarten erfahren und worin sie sich unterscheiden. 

Dies diente natürlich als gute Grundlage tiefer in das Thema einzusteigen.

Der Workshop begann zunächst mit einer kleinen theoretischen, aber auch praktischen Aufwärm-Übung.

Vom Baum zum Tisch

Wir haben im Vorfeld ein paar Karten vorbereitet, um die verschiedensten Phasen eines Baumes zum Tisch zu veranschaulichen. Zu Beginn haben wir die Karten ungeordnet auf dem Tisch verteilt. Nachdem wir das „Spiel“ erklärt haben, durften die Schüler und Schülerinnen gemeinsam die Karten in die richtige Reihenfolge ordnen. Anschließend wurde jede Situation zusammen besprochen. Sie sollte uns erklären, warum sie genau diese Anordnung für richtig halten und was in den jeweiligen Situationen passiert mit dem Baum bzw. Holz. 

Nachdem die richtige Reihenfolge gelegt war, kamen noch ein paar Ereigniskarten hinzu. Diese bestanden aus positiven Ereignissen, wie Neupflanzung oder Holz-Recycling, und aus negativen Ereignissen, wie Waldbrand, Borkenkäfer, Stürme oder zu viel Abholzung. Jeder der Teilnehmenden hat eine Ereigniskarte erhalten und sollte nun jeweils entscheiden, an welche Stelle diese gelegt werden soll. Währenddessen sollte sie erklären, warum diese Stelle gewählt haben.

Mein eigenes Holz-Puzzle

Aber das war noch nicht alles! Wir wären ja nicht W:INT ohne einen kreativen Part in unseren Workshops!

Die Teilnehmenden durften nämlich ihr eigenes Puzzle gestalten. Am Anfang sollten sie auf einem DIN A5-Blatt ein Bild zeichnen, was anschließend auf ihrem Puzzle zu sehen sein soll. Nach dieser Ankündigung strahlte der ganze Raum, denn wie jeder weiß, lieben Kinder malen so sehr, besonders wenn man alles malen darf, was man will!

Die einzige Ausnahme bzw. Regel war: Sie dürfen nur mit Schwarz und Grau zeichnen! Der Grund dafür ist, dass der Laser Cutter Farben nicht erkennen kann, sondern nur die allgemeinen Farb-Ton-Unterschiede. (Deshalb sind Grau und Schwarz zur Ton-Abstufung super geeignet!)

Die kreativen Köpfe waren sofort am Werk und ließen ihrer Fantasie freien Lauf. Das Endergebnis war fantastisch! So viele verschiedene Motive kamen dabei raus: egal ob das Lieblingstier, eine Landschaft oder einfache Emojis, alles war dabei. 

Am nächsten Tag haben uns die Teilnehmer und Betreuer im MakerLab an der Hochschule in Stendal besucht. Hier konnten sie dabei zusehen, wie ihre Motive auf eine Holzplatte gelasert und anschließend wie es in die einzelnen Puzzle-Teil gecuttet wurde. Leider dauert dieser Prozess ein bisschen lange, weshalb die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit hatten ein eigenes 3D-Modell in der Zwischenzeit zu erstellen. Dazu haben sie sich in 2er-Teams auf geteilt und erstellten verschiedenste Figuren in der Software „Tinkercad“. Es gab eine kleine Einführung darüber wie man die unterschiedlichen Tools nutzt und dann ging es ab ans Werk. 

Auch hier wurden die Teilnehmenden sehr kreativ und es kamen beim 3D-Druck sehr tolle Ergebnisse dabei raus!

Man hat gemerkt, wie viel Spaß die Schüler und Schülerinnen an diesen Projekttagen hatten. Sie durften nicht nur neues Wissen mit nach Hause nehmen, sondern auch ein sehr cooles und persönliches Puzzle.

Ergebnisse:

3D-Modelle und Laser-Cutter

Warum ist dieses Angebot wichtig?

Der Holz- bzw. Laser-Cutter-Workshop ist wichtig, weil:

  • sie dabei Kreativität und handwerkliche Fähigkeiten miteinander verbinden. 
  • sie ein eigene Idee entwickeln und ein Produkt selbst gestalten
  • sie erleben den gesamten Entstehungsprozess: vom Entwurf bis hin zum fertigen Puzzle
  • sie lernen den sicheren Umgang mit Materialien und moderner Technik kennen
  • sie stärken ihre Feinmotorik, ihr räumliches Denken und ihre Problemlösefähigkeit

Seid ganz gespannt auf unsere nächsten Angebote, wenn es wieder heißt:                         „Entdecken, ausprobieren und kreativ werden bei W:INT“!

Danke fürs Lesen und bis bald! 

Euer W:INT-Team

P.S.: Du bist neugierig und interessierst dich für unsere Angebote? Dann schreibe uns doch gerne eine Nachricht.