Wir entwickeln ein Produkt!
… und das innerhalb von 3 Tagen!
Wir waren an einer Sekundarschule im Landkreis Altmark und haben dort mit der 7a (31.08.-02.09.26) und 7b (24.-26.08.26) einen 3-tägigen Workshop zum Thema „Produktentwicklung“ durchgeführt. Bei diesem Projekt haben die Schüler und Schülerinnen nicht nur was über die Theorie erfahren, sondern durften sich auch praktisch damit auseinandersetzen, wie der Prozess einer Produktentwicklung aussieht.
WAS IST PRODUKTENTWICKLUNG ?
Diese Frage haben wir am Anfang schnell geklärt.
Produktentwicklung ist die Erschaffung und Einführung von Produkten, die den Bedürfnissen der Kunden entsprechen.
Der Prozess umfasst Phasen wie: Ideenfindung, Recherche, Konzeptentwicklung, Produktdesign, Prototypbau, Test und Verbesserung sowie die Produktion- und Markteinführung.
Zum Beginn ....
Zum Beginn des Workshops haben wir den Teilnehmenden die Grundlagen der Produktentwicklung ausführlich erklärt. Hierbei ging es darum zu verstehen, warum Produkte wichtig sind, was man braucht für ein gutes Produkt und welche verschiedene Arten es von Produkten gibt. Anschließend haben wir ihnen den Ablaufplan für die 3 Tage näher gebracht und sie sollten sich in Teams mit maximal 4 Personen aufteilen. Für das bessere Verständnis haben wir ihnen ein paar Aufgabenblätter mitgebracht, die sie Schritt für Schritt bei der Entwicklung unterstützen. Nach den 3 Tagen, sollen sie ein Produkt mit Geschäftsplan, Werbeplakat und ein materielles Produkt haben.
So fing es nun mit dem ersten Arbeitsblatt an: Das Problem erkennen! Nachdem jede Gruppe eine Problem-Karte gezogen hat, sollte sie eine Mindmap erstellen, wo sie die einzelnen Probleme der Problem-Karte genauer untersuchen und sich auf ein Problem einigen. Im Anschluss sollten sie eine Ursache für das ausgewählte Problem finden und einen Problem-Baum erstellen. Beim Problem-Baum soll man sich immer wieder fragen: „Warum ist das so?“ bis man die „Wurzel“ des Problems erforscht hat.
Danach sollten sie Marktanalyse durchführen und recherchieren ob es bereits Unternehmen oder Produkte gibt, die ihr Problem löst. Auf dem 2. Arbeitsblatt sollten sie verschiedene Wettbewerber gegenüber stellen und schauen wo ihre Chancen stehen, etwas besser zu machen. Mithilfe dieser Auflistung sollten sie ihren eigenen USP finden. USP bedeutet Unique Selling Point (Alleinstellungsmerkmal).
Im nächsten Schritt sollten sie analysieren für WEN man das Problem lösen möchte und WER ihre Lösung (Produkt) nutzen und kaufen möchte. Die Zielgruppenanalyse ist mit am wichtigsten, denn man möchte nicht nur ein Produkt entwickeln, sondern es auch verkaufen können. Dabei muss man also wissen, was die Zielgruppe möchte.
Danach sollten sie die bisherigen Schritte auf einen Business Modell Canva festhalten, was beinhaltet: die Idee, Produktname, Funktionen und Vorteile des Produkts, Zielgruppe, Kanäle, Wertevermittlung, Kundenversprechen und eine Skizze vom Produkt.
Nachdem die Übersicht vervollständigt wurde, sollten sie eine Persona von dem „perfekten Kunden“ erstellen. Dies dient bei einer Produktentwicklung für einen guten Überblick, weil sie die Bedürfnisse, Ziele und Verhaltensweisen einer typischen Zielgruppe greifbar macht und so nutzerzentrierte Entscheidungen erleichtert.
Zum Schluss des ersten Tages, sollten sie einen kleinen Reality-Check durchführen. Denn eine Idee zu haben ist einfach, aber diese in Realität umzusetzen, ist die eigentliche Herausforderung. Auf diesem Arbeitsblatt sollten sie die größten Hürden ihrer Idee festhalten. Danach sollten sie ihr klares Ziel definieren und festlegen, ob das Produkt in erster Linie ein gesellschaftliches Problemlösen soll oder ob sie ein wirtschaftlich erfolgreiches Unternehmen aufbauen wollen?
Nach so vielem Input konnten wir den ersten Tag erfolgreich beginnen und uns auf die praktische Phase der nächsten 2 Tage freuen.
Nach viel Theorie auch mal Praxis
Der zweite Projekttag wurde ein wenig praktischer, denn eine Idee braucht auch eine visuelle Identität, sonst wird sie schnell vergessen. Sie sollten verschiedene Namen und Slogans sammeln, die zu ihrer Idee passen, und sich auf jeweils einen einigen, der ihre Zielgruppe am besten anspricht. Danach sollten sie ihre Markenpersönlichkeit analysieren: Ist sie modern oder klassisch? Auffällig oder dezent? Verspielt oder ernsthaft? Natürlich existiert eine Marke auch nicht ohne seine ganz persönlichen Farben und Logo. Dies sollten jeweiligen Gruppen für ihre Idee passend gestalten.
Im Anschluss haben sich die jeweiligen Gruppen aufgeteilt. Die einen haben das Produkt erstellt und die anderen das Werbeplakat. Bei der Produkterstellung, durften die Schüler im Computerraum der Schule mit der Software „Tinkercad“ ihre Idee verwirklichen als 3D-Modell. Nachdem wir die einzelnen Tools erklärt haben, ging es für sie schon ans Werk. Da im Vorfeld eine Skizze von ihrer Idee gezeichnet wurde, konnten sie diese prima nutzen und sich am Computer ausprobieren. Nach und nach konnte man ihre Produkte gut erkennen und wir waren sehr überrascht von den tollen Ergebnissen. Währenddessen hat der andere Teil der Gruppe die Werbeplakate erstellt. Das Plakat sollte das Produkt, den Namen, Slogan und Logo beinhalten, was die Schüler und Schülerinnen, sehr gut gemacht haben.
Um gut für die Präsentation vorbereitet zu sein, sollten die Teilnehmenden ein Pitch erstellen, denn eine gute Idee braucht eine gute Geschichte. Hier sollten sie ihre Idee in eine fesselnde 1 bis 2 Minütige Story verwandeln. Jede gute Geschichte hat einen Anfang, einen Mittelteil und ein Ende.
Im MakerLab
Am dritten Tag haben uns die Schüler und Schülerinnen im MakerLab an der Hochschule in Stendal besucht. Hier konnten sie ihre fertigen ausgedruckten 3-Modelle begutachten und haben sich über die tollen Ergebnisse gefreut. Nachdem wir eine kurze Führung über den Campus gemacht haben und sie unseren Fitness-Park ausprobieren durften, haben wir uns im Audimax wieder getroffen. Hier haben wir ein wenig über die Hochschule erzählt und was es für Möglichkeiten bei uns gibt.
Im Anschluss hatten die einzelnen Teams nochmal 30 min Zeit um ihre Arbeitsblätter zu vervollständigen und ihre Präsentation durchzugehen.
Dann wurde es ernst!
Jede Gruppe hat ihr Projekt vor der Klasse präsentiert. Das Ziel war es innerhalb von 2 Minuten das Produkt mit einer spannenden Einleitung, Hauptteil und Schluss vorzustellen. Währenddessen konnten alle anderen Schüler und Schülerinnen das Plakat begutachten und sich das kleine 3D-Modell des Produkts anschauen. Nach den 2 Minuten war noch Zeit für eine Frage-Runde. Wir waren sehr erfreut über die interessanten, aber auch wichtigen Fragen, die einige Teilnehmenden an die Präsentierenden gestellt haben.
Als die alle Präsentationen präsentiert wurden, gab es eine kleine Feedbackrunde und dann ging es für die Schüler und Schülerinnen nach Hause.
DIE ERGEBNISSE
Hier sind die Ergebnisse von vielen tollen Produkten:
Klasse: 7a
Thema: Schulhof
Produkt: Automatischer Mülleimer mit Sensor zum Öffnen, sobald an die Hand über den Mülleimer bewegt. Verhindert, das Müll aus dem Mülleimer weht.
Klasse: 7a
Thema: Gaming
Produkt: ein Gaming-Controller mit Ambilight. Je nachdem was man spielt, erzeugt es die entsprechenden Farben zum Bildschirm, um das Gaming zu erleichtern.
Klasse: 7a
Thema: Reisen
Produkt: ein angenehmer Sitz für den Wartebereich an Flughäfen. Die bessere Polsterung soll das Warten angenehmer machen, besonders für ältere Menschen
Klasse: 7a
Thema: Sauberkeit
Produkt: ein Roboter, der den Strand sauber hält. Er sammelt Müll ein und erkennt anhand von Sensoren und einer Kamera, dass nur Müll eingesammelt wird. Dieser lädt und entleert sich selbstständig.
Klasse: 7a
Thema: Sport
Produkt: ein Reiterhelm, der den Reiter beim möglichen Aufprallen schützt mithilfe eines Airbags, welcher im Helm beinhaltet ist.
Klasse: 7b
Thema: Gaming
Produkt: ein Playstation Lüfter, der die Playstation während des Spielens stets kühl hält, damit diese nicht überhitzt und kaputt gehen kann.
Klasse: 7b
Thema: Tiere
Produkt: der smarter Futternapf macht das Füttern von Haustieren einfacher und praktischer. Er besitzt zwei getrennte Fächer, wodurch das Tier immer beides am Platz hat.
Klasse: 7b
Thema: Sauberkeit
Produkt: der Party Müllroboter sorgt dafür, dass jede Party sauber und das Aufräumen entspannter bleibt. Durch die 4 Mülleimer lassen sich unterschiedliche Abfälle direkt trennen.
Klasse: 7b
Thema: Klassenzimmer
Produkt: der „Stuhl für Schüler“ macht das Sitzen im Klassenzimmer bequemer und gesünder. Er ist ergonomisch geformt und unterstützt eine gute Sitzhaltung beim lernen.
Klasse: 7b
Thema: Zeit
Produkt: die „Starlight Uhr“ ist eine moderne Armbanduhr mit einem stilvollen Design. Sie zeigt zuverlässig die Zeit und ist gleichzeitig ein modisches Accessoire.
Klasse: 7b
Thema: Reisen
Produkt: die mobile Rolltreppe hilft Menschen dabei, Barrieren einfacher zu überwinden. Sie kann an verschiedenen Orten eingesetzt und bei Bedarf leicht verschoben werden.
Warum ist DIESES ANGEBOT EIGENTLICH SO WICHTIG ?
Dieser Workshop ist wichtig, weil …
- dieser ihnen einen praxisnahen Zugang zu Themen aus den MINT-Bereichen ermöglichen
- komplexe Themen werden verständlich und spielerisch vermittelt
- Lernen, durch Ausprobieren und eigenes Erleben nachhaltiger und motivierender ist, als durch reine Theorie
- Kreativität und Innovationsfähigkeit gefördert werden, indem Produktideen entwickelt werden
- Teamarbeit, Kommunikation und Zusammenarbeit gestärkt werde
- sie lernen wie aus einer einfachen Idee ein konkretes Produkt entstehen kann
- wichtigste Zukunftskompetenzen wie kritisches Denken, Problemlösungskompetenz und kreatives Arbeiten gefördert werden
- Selbstvertrauen aufgebaut wird, indem sie ihre Ideen präsentieren und vertreten
Seid ganz gespannt auf unsere nächsten Angebote, wenn es wieder heißt: „Entdecken, ausprobieren und kreativ werden bei W:INT“!
Danke fürs Lesen und bis bald!
Euer W:INT-Team
P.S.: Du bist neugierig und interessierst dich für unsere Angebote? Dann schreibe uns doch gerne eine Nachricht.

